Vielfältig. Gemeinsam. Wirksam.

Gruppenfoto der Gründungspartner*innen vom 11. Juni 2018 in Berlin.

Gemeinsam für Bildung für eine demokratische Gesellschaft

Wir sind überzeugt davon, gemeinsam dafür Verantwortung zu tragen, die Zukunft der Demokratie zu sichern – und dass Bildung der Schlüssel hierfür ist.
Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e. V. hat sich daher eine Gruppe von privaten Organisationen, Stiftungen und staatlichen Stellen auf den Weg gemacht, ein Bündnis zu schmieden, um die großen Herausforderungen und Aufgaben im Verbund anzugehen.

Wir rufen zivilgesellschaftliche Organisationen, aber auch Politik und Verwaltung in Bund und Ländern dazu auf, die Bündnisinitiative mitzugestalten.

Mehr über das Bündnis

Sandra Scheeres, Berliner Bildungssenatorin

„Wir sehen uns als Bildungsverwaltung in einer tragenden Rolle für die Entwicklung demokratischer Potentiale in der Gesellschaft. Die Demokratiebildung muss bereits in den Kitas und Grundschulen beginnen, sich in der Ausbildung des gesamten pädagogischen Personals wiederfinden und Grundlage einer guten Schulkultur sein. Demokratie leben von Anfang an bedeutet, die eigene Identität in einer Gemeinschaft finden, mit dem Gegenüber respektvoll umgehen, gemeinsam entwickelte Regeln einhalten und die Gemeinschaft mitgestalten, alles zusammen ist das die beste Prävention vor Diskriminierung und der beste Schutz vor menschenfeindlichen Ideologien. In diesem Bündnis, sehe ich einen Rahmen für die Entwicklung weiterer demokratiebefördernder Initiativen. Eine Demokratie, die gelebt wird, und nicht nur ein Begriff ist, schaffen wir nur zusammen. Demokratiebildung bekommt durch das Bündnis die Aufmerksamkeit, die sie verdient.“

Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

„Ich unterstütze das Bündnis, da Bildung für eine demokratische Gesellschaft ALLE angeht. Schulen in NRW engagieren sich in vielfältigen Programmen gemeinsam mit außerschulischen Partnern und Initiativen. Schülerinnen und Schüler können so lernen, aktiv unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen mitzugestalten.“

Foto: © MSB/ Susanne Klömpges

Prof. Dr. Roland Roth

„Aus zivilgesellschaftlicher Perspektive kommt das Bündnis zur rechten Zeit, eigentlich ist es längst überfällig. Mich überzeugt seine inhaltliche Ausrichtung. Vermutlich ist es der erste größere Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure (Stiftungen, Kinderrechtsorganisationen, aber auch Landesregierungen, Wissenschafts- und Berufsverbände) in Deutschland, der sich in dieser emphatischen Weise auf eine menschenrechtliche Begründung von Demokratie stützt, also Demokratie und Menschenrechte zusammen denkt und dabei auch die für nachwachsende Generationen und ihre Bildungschancen so wichtigen Kinderrechte nicht vergisst.“

Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stitung

Unter dem Einfluss von Digitalisierung und Globalisierung muss sich die Demokratie weiter­entwickeln. Um die nächste Generation in die Lage zu versetzen, diesen Prozess auf der Basis unabänderlicher demokratischer Grundwerte aktiv zu gestalten, müssen wir im Kindergarten anfangen. Entlang der gesamten Bildungs­biographie von Kindern und Jugendlichen müssen Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeitssinn und Toleranz für abweichende Meinungen aufgebaut werden. Wir unter­stützen das Bündnis, weil es die Pädagogen und Fachkräfte, die diese wichtige Vermittlungsaufgabe jeden Tag in der Praxis wahrnehmen, noch stärker vernetzt und koordiniert.“

Foto: Jan Voth

Stefan Hermann, Direktor Pädagogisch-Theologisches Zentrum Stuttgart (ptz)

„Wir unterstützen das Bündnis, weil Menschenwürde als Grundlage von Demokratie nicht nur Gegenstand, sondern Haltung von Bildungsprozessen ist. Nur wer um seine eigene Würde weiß, wird andere nicht würdelos behandeln. Menschenwürde ist jedem Menschen zeitlebens geschenkt, kein Mensch muss sie sich verdienen. Ein würdevoller Umgang mit Vielfalt setzt das Bewusstsein der eigenen Würde und der unantastbaren Würde anderer voraus. Als kirchliche Bildungseinrichtung wollen wir zu einem würdevollen und demokratischen Umgang in Vielfalt beitragen.“

 

Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

„Wir unterstützen das Bündnis, weil Kinder und Jugendliche nicht durch Geburt Demokraten sind – sondern sie es im täglichen Leben, in der Familie, der Kita , der Schule und dem Heimatort durch Erleben erlernen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung unterstützt diese Bildungsprozesse aktiv mit ihrer Arbeit und ihrer Mitgliedschaft in diesem Bündnis.“

Es ist an der Zeit

für mehr Bildung für eine demokratische Gesellschaft

Das Bündnis setzt sich dafür ein, „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ langfristig, nachhaltig und flächendeckend zu verankern – denn das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft muss gelernt werden.

Gemeinsam wollen wir diesem zentralen Bildungsziel in den Bildungseinrichtungen, der Politik, der Bildungsverwaltung und der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit geben, die es verdient. Nur dann können alle Kinder und Jugendlichen lernen und erfahren, in einer demokratischen Gesellschaft zu leben und sie mitzugestalten.

2018 ist das Bündnisjahr

Am 11. Juni 2018 wurde das Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft offiziell gegründet.

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1 in Berlin, unterzeichneten 50 Organisationen und staatliche Stellen das Gründungsdokument und gaben damit den „Startschuss“ für die gemeinsamen Bündnisaktivitäten.

Sie möchten ebenfalls gerne dem Bündnis beitreten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Ziele

Das Bündnis „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“ verfolgt folgende Anliegen:

Gesellschaftlich:

Bildung für eine demokratische Gesellschaft als zentrales Bildungsziel etablieren und verankern

V

Die strukturellen Rahmenbedingungen für die Verankerung der Bildung für eine demokratische Gesellschaft entwickeln und ausbauen bzw. schaffen

Staatliche Stellen und politische Entscheidungsträger*innen einbinden und in die Pflicht nehmen

z

Eine breite Öffentlichkeit gewinnen und einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs anregen

Für die beteiligten Organisationen:

Angebote zur Unterstützung von Pädagog*innen und Bildungseinrichtungen bei der Bildung für eine demokratische Gesellschaft abstimmen, bündeln und bewerben

Die Themenfelder und Bildungsziele rund um die Bildung für eine demokratische Gesellschaft in der Aus- und Fortbildung von Pädagog*innen verankern

Einen gemeinsamen Fachdiskurs zwischen den Themenfeldern, die zur Bildung für eine demokratische Gesellschaft beitragen, etablieren

w

Den Austausch, die Vernetzung und die Kooperation zwischen den beteiligten Organisationen fördern

Eine tragfähige Grundlage für gemeinsame Projekte und Vorhaben sowie die Nutzung von Synergien schaffen

Bündnisse auf Länderebene

Für die Umsetzung regionaler Bündnisziele wird die Gründung von Landesbündnissen angestrebt.

Ein erstes Landesbündnis wurde am 6. November 2017 in Mainz gegründet. Das rheinland-pfälzische Bündnis „Demokratie gewinnt!“ unter Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer dient als gelungenes Beispiel für ein Bündnis zur Stärkung der Demokratiebildung innerhalb eines Bundeslands.

Ein zweites Landesbündnis für Berlin/Brandenburg befindet sich in Vorbereitung.

Werden Sie Teil des Bündnisses "Bildung für eine demokratische Gesellschaft!"

Wir rufen zivilgesellschaftliche Institutionen, wie Stiftungen, Bildungsträger und -programme, aber auch Politik und Verwaltung in Bund und Ländern dazu auf, sich der Bündnisinitiative anzuschließen.
Für Fragen und Informationen zur Initiative steht Ihnen Martin Nanzig gerne zur Verfügung.

Unterstützen Sie die Bündnisinitiative und wirken Sie aktiv an der Entwicklung des Bündnisses mit:

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Beteiligen Sie sich am Diskurs über das Bündnis

Die Entwicklungskonferenzen, Veranstaltungen und weitere Treffen bieten Ihnen die Möglichkeit sich am Diskurs zum Bündnis zu beteiligen.

Unterzeichnen Sie den Bündnisaufruf

Zeigen Sie, dass Sie die Ziele des Bündnisses unterstützen, indem Sie den Bündnisaufruf unterzeichnen, und verleihen Sie dem Thema so mehr Gewicht.

Werden Sie Partner des Bündnisses

Gestalten Sie das Bündnis aktiv mit, indem Sie Partner werden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Partnerkonzept.

Fördern Sie das Bündnis finanziell

Machen Sie den Aufbau des Bündnisses und seine Aktivitäten mit einem Förderbeitrag möglich. Detaillierte Informationen finden Sie in unserem Förderkonzept.