DIE LINKE Berlin   in der Diskussion mit der DeGeDe Berlin-Brandenburg  zum Klassenrat als Herzstück einer demokratisch verfassten Schule

Am 15.02.19 fanden sich auf Einladung der LAG Bildung und Schule des Landesverbandes der LINKEN im Karl-Liebknecht-Haus einige Abgeordnete des Abgeordnetenhauses, Pädagog*innen und Vertreter*innen der „Demokratieszene“ zusammen. DIE LINKE stellte an diesem Abend die Forderung: „Schüler*innenhaushalt und Klassenrat – mehr Demokratie an den Berliner Schulen!“ in den Raum.

Im Austausch mit der Projektleitung Schüler*innenhaushalt, Louis Krüger, dem Vertreter des SV-Bildungswerkes, Christian Mohr, dem Vertreter des Landesschüler*innenausschuss, Lucas Valle Thiele, und der DeGeDe sollte unter der Leitung von Franziska Brychcy ermittelt werden, welche Maßnahmen geeignet sind, die Demokratiepädagogik in der Schule zu stärken.

Georg Mastritsch und J.-F. Huffmann zeigten im Namen der DeGeDe die Wirkungsweise, die Möglichkeiten und die Gelingensbedingungen des Klassenrates in einer Präsentation auf.  Sie wiesen darauf hin, dass die Methode Klassenrat auch Antidiskriminierung und Mobbing vorbeugen kann. Sie machten aber auch andererseits deutlich, dass der Klassenrat nur ein Element der Demokratiepädagogik ist und es zudem nicht mit einmaligen Schulungen von Lehrer*innen- und Schüler*innenschaft getan ist, sondern es eines immer wieder geübten Prozederes bedarf, um Demokratiebildung zu stärken.

Anwesend waren auch ein 5.-Klässler der Stechlinsee-Grundschule mit Klassenratserfahrung und seine Mutter. Er berichtete von der akzeptanz- und beziehungsbildenden Wirkung bei in der Klasse wichtigen Themen durch die Behandlung und Regelung in diesem Gremium. Seine Mutter bestätigte die Wirkung dieses Lernens bis in die Familie hinein.

Die anwesenden Politiker*innen der LINKEN nahmen die Aspekte auf, wollen sie im Gespräch mit der DeGeDe vertiefen und in ihren Forderungskatalog aufnehmen. Einigkeit bestand, dass der Klassenrat ein bewährtes Format zum Erlernen und Einüben von „demokratischem Handeln“ ist.
Streitig blieb die Frage, ob man für eine effektive Einführung den Klassenrat per verpflichtender Anordnung einführen sollte oder nicht.

von Dr. Johann-Friedrich Huffmann, 03.03.1029